Blutverdünnung mit Macroumar

Ich bin 48 Jahre und habe nun schon fast 6 Jahre Blutverdünnung nach einer Lungenembolie und mehreren Thrombosen davor. Ich wollte wissen, ob hier auch jemand schon länger Blutverdünnung nehmen muss und wie es Euch geht damit und ob ihr zb auf irgendwelche Sportarten verzichtet usw.

Mein Vater nimmt seit mehr als 25 Jahren Blutverdünner. Er wurde inzwischen mehrfach umgestellt. Wie es scheint, kann man immun gegen gewisse Medikamente werden. Jedenfalls halfen die vorherigen nicht mehr. Inzwischen hat er Xarelto.

Er hat nichts wesentlich verändert, sogar weiter gearbeitet. Nur Wunden sind halt besonders zu beachten und vor anstehenden OPs muss nach Anweisung abgesetzt werden. Das kennst Du ja aber sicher.

Mich wundert, dass Du das Zeug seit sechs Jahren nimmst und noch nicht mit Deinem Arzt über das Thema gesprochen hast. Hier kann Dir jeder seine Erfahrungen schildern, ja, aber das muss noch lange nicht auch für Dich passen und stimmen. Das muss der Arzt machen und ich würde mal sagen, am besten der Internist.

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ich hatte noch nie Probleme mit der Macroumar, als ich damals mit der Lungenembolie im Krankenhaus war hat der Arzt, der mich behandelt hat- entschieden ich solle Blutverdünnung nehmen- da ich schon sooft was gehabt habe. Sonst hab ich bis jetzt noch keinen Internisten gebraucht, das mit dem Absetzen bei OPS usw weiß ich natürlich. Ich weiß ja die wichtigsten Sachen, ich wollte nur wissen- ob auch sich manche davon im Leben eingeschränkt fühlen

Wie gesagt - sechs Jahre gegen 25 sind ja ein Klacks.

Du musst das aber auch regelmäßig checken lassen. Einfach nehmen, weil mal so gesagt und der Hausarzt das so verschreibt, ist schon … nun ja … leichtsinnig.

Da muss man schon “unter Beobachtung” sein, denn das kann Organe in Mitleidenschaft ziehen und muss, wie erwähnt, beobachtet werden.

Einschränkungen eben wie ebenfalls erwähnt nur bei Verletzungen. Die heilen dann ja schlechter, weil das Blut nicht gerinnt.

“Gebraucht” ist falsch. Bei Krankheiten wie Deiner (Thrombosen, Embolien) muss man einfach regelmäßig zum richtigen Check, nicht zum Hausarzt, sondern zum “Fachmann”.

Du spielst echt locker mit Deiner Gesundheit.

Die Medizinische Fachangestellte in mir, konnte das Thema eben einfach nicht überblättern.
Wir haben viele Patienten, die mit Marcumar, auch bekannt als Phenprocoumon oder Falithrom ein normales Leben führen.
Einschränkungen sind mir dabei nicht bekannt.
Natürlich muss man eben ein bisschen was beachten und bedenken, Ernährung, Blutungsgefahr …
Wir haben auch “jüngere Patienten”, die es nehmen.
Was den meisten auf Dauer wirklich nervt, sind die regelmäßigen Kontrollen von Quick bzw INR.
Länger, wie 5 Jahre hat wohl noch kein Patient dieses Medikament genommen.
Meistens wird im Laufe der Zeit in Absprache mit einem Internisten auf Xarelto, Eliquis oder ähnliches umgestellt.
Vor allem, die noch relative jungen Patienten nutzen eigentlich häufig auch die Mäglichkeit zur Selbstkontrolle mit dem Coaguchek, nach erfolgreicher Schulung.

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Kann ich so übernehmen deinen Text :smiley:
Mit Marcumar habe ich fast täglich zu tun.

In welchem Fachgebiet bist du tätig?

Dem kann ich mich anschließen.

Unsere Patienten haben kaum Einschränkungen und sind mit einem “Gegenmittel” (Konakion) versorgt, sollte es zum äußersten kommen.
Die Blutungsgefahr ist höher, bestimmte Lebensmittel verändern die Gerinnung, Spritzen in den Muskel sollten nach Möglichkeit nicht gegeben werden, ich glaube unsere Patienten sind da schon gut geschult. Vielleicht sollte man jetzt nicht unbedingt Extremsport machen, aber Sport an sich ist schon gut und auch empfohlen, da Marcumar meist bei erhöhtem Risiko eines Verschlusses der Gefäße gegeben wird (sei es nun das Herz (Infarkt, Vorhofflimmern), des Kopfes (TIA, Schlaganfall) oder eben der Lunge oder der Beine in Form von Thrombose.
Eine gesunde Einstellung zum Sport ist also nicht zu verachten, um das Risiko zu minimieren (natürlich immer in Absprache des Arztes).
Ich kenne Patienten die müssen lebenslang Marcumar nehmen, aber von Einschränkungen berichten auch sie nicht. Und die meisten Patienten nehmen sogar die Blutkontrollen recht gelassen hin und nutzen die Zeit um in der Praxis “zu plaudern” :wink:

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Das Medikament hat mir ja nicht der Hausarzt verschrieben, sondern der Arzt- der mich bei der Lungenembolie im Krankenhaus behandelt hat (hab ich ja geschrieben) und das ist einer, der hatte jahrelange Erfahrung mit solchen Sachen. Der hat mir auch gesagt, dass ich das mein Leben lang nehmen soll- da man ja Thrombose und Lungenembolie immer wieder bekommen kann. Ich gehe auch alle 5-6 Wochen den INR-Wert kontrollieren und der Wert passt fast immer.

Ich sag jetzt nix mehr dazu. Du möchtest ja gewisse Dinge nicht lesen, also lassen wir das.

Hast diverse fachliche Stellungnahmen bekommen. Mach was draus.

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@Squirrel
Ich arbeite in der Allgemeinmedizin.
Auch bei mir vergeht kein Arbeitstag, an dem ich damit eigentlich nicht in Berührung komme.

@Salome
Solange es dich eben nicht “stört”, spricht ja auch nichts gegen die Einnahme. :wink:

Für die älteren Patienten ist es dann nachher aber schon belastend. Wir sind in einer Kleinstadt, da wohnen nicht alle um die Ecke. Und einige sind dann ja auch schon mal ein bisschen tüdliger und denen fällt es dann eben auch nicht mehr so leicht, vor allem, wenn der Wert schwankt.

Du musst dich damit wohl fühlen, das ist die Hauptsache. Ansonsten gibt es eben auch die oben genannten Alternativen. Kannst du ja, wenn es dich interessiert, vielleicht auch mal bei deinem Arzt erfragen, ob es nicht doch in Frage kommt. Ich bin mir sicher, dass wir auch Patienten haben, die nach Lungenembolie auf ein anderes Medikament eingestellt wurden.

Ich auch, seit ein paar Wochen ist eine Internistin mit dabei.

Hat irgendwer Erfahrung mit dem Medikament Eliquis (Apixaban)??

Wir haben in der Praxis viele auf Eliquis umgestellt. Die gleichbleibende Dosierung ist für viele Patienten einfacher zu handhaben. Meine Oma wurde der Einfachheit halber vom KH auch darauf eingestellt.