Falls jemand fragt wer wir waren

Pflichtlektüre für Jugendliche
Allgemein wird beklagt, dass die jüngere Generation kaum noch über Kenntnisse hinsichtlich der deutschen Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfügt, geschweige denn über ihre Variante in Gestalt der Deutschen Demokratischen Republik. Hier kommt der Roman, der Abhilfe schafft!

Atemlos verfolgt der Leser das Geschehen, hat unterschiedliche Charaktere, die zu Identifikation oder Abgrenzung taugen, wird konfrontiert mit den Usancen eines politischen Systems, die für einen Angehörigen der Gen Z schlicht nicht vorstellbar sind.

In diesem Zusammenhang ist es kein Manko, wenn die Sprachgestaltung eher unambitioniert ist. Das kurze Nachwort der Autorin ist mehr als hilfreich, da es nachdrücklich darüber informiert, dass das Handlungsgerüst zwar fiktiv ist, die Ereignisse im Umfeld des 17. Juni 1953, wie er sich in der Stadt Halle gestaltete, aber absolut realistisch und wahrheitsgemäß geschildert werden.

So eindringlich ist die Darstellung, dass auch die Alten und Älteren von der Lektüre profitieren, denen dieser Tiefpunkt deutscher Nachkriegsgeschichte durchaus geläufig und vertraut ist.

Mein Urteil: 5 Sterne

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Keine Ahnung, ob Du das liest, aber Du hast zwei Threads eröffnet, statt Rezensionen zu schreiben.

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