Glaube und Religion

Heey,
ich wollte mal fragen, ob ihr gläubig seid. Wenn ja, an was, oder wen glaubt ihr denn? Oder seid ihr komplett gegen Gaube? Ich finde es interessant mal sowas zu diskutieren.

Ich bin katholisch und gehe auch regelmäßig in die Kirche. Ich glaube an Gott, aber ich lasse mir auch nicht alles von der Bibel vorschreiben. Ich denke es ist wichtig auch offen zu sein. Und es ist auch nicht so, dass in der katholischen Kirche alles total streng ist. Ich mag es gar nicht, wenn Menschen, die nichts damit zu tun haben, behaupten, dass Katholiken total streng und uneinsichtig sind. Naja, aber wie steht ihr zu dem Thema?

Ich würde mich als eine Mischung aus Agnostikerin und Atheistin bezeichnen.
Ich glaube nicht an Gott, und gehe auch nicht in die Kirche (auch nicht zu Weihnachten oder zu Ostern).
Allerdings bin ich konfirmiert, weil meine Großeltern das damals wollten - “das macht man einfach!” - und “offiziell” evangelisch. Ich bleibe auch nur in der Kirche weil es jobmäßig vom Vorteil ist, da viele Einrichtungen in der Kinder-und Jugendhilfe kirchlich sind.

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Ich bin daher eher ein Mischtyp, der Glaube ist vorhanden, aber in die Kirche gehe ich sehr sehr selten.Bayern ist katholischer, ich bin evangelisch.

Ja, ich bin konfirmiert (also evangelisch), trete auch nicht aus der Kirche aus, aber besuche keine Gottedienste.

Ich habe als Teenie irgendwann den Spruch gelesen: “Ich glaube an Gott, aber nicht an das Bodenpersonal”. Das trifft es super. Und damals hat mir sogar mein Religionslehrer, der auch Pfarrer war, zugestimmt. Ihm war es einfach nur wichtig, DASS ich glaube, nicht WO.

Auch Herman van Veen hat dazu etwas geschaffen, das ich tief im Herzen trage:

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Witzig. Heute wurde ich zum ersten Mal seit Jahren wieder an der Haustür gefragt, was Religion in meinem Leben zu tun hat. Kurz: Nichts.

Beruflich besuche ich gelegentlich Gotteshäuser jeden Glaubens, aber nur zu speziellen Events.

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Nette Geschichte…
aber kurz zu mir.
ich bin katholisch wie Leto und besuche auch regelmäßig den Gottesdienst und bin auch sonst in unserer Gemeinde aktiv.

Ich bin evangelisch, glaube an Gott und engagiere mich sehr aktiv im Evangelischen Jugendwerk und in der Gemeinde.
Was ich aber ganz arg oft ganz schwierig finde ist die Scheinheiligkeit, die ich da an allen Ecken und Enden immer wieder finde. Auf das Handeln kommt es an, nicht auf die Worte!! Wie heißt dieser nette Spruch!? Man ist ja auch kein Auto, nur weil man in der Garage steht :smiley: Manchmal haben Agnostiker oder sogar Atheisten mehr von “guten Christen” als wir Christen selber, denn die müssen sich nicht durch reden vor anderen profilieren :wink:

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Das ist ein senr schönes Video, geht mir richtig ins Herz.

Ich bin auch katholisch. Ich gehe jedoch nur an Weihnachten in die Kirche. Dafür gehe ich jedes zweite Wochende zu den christlichen Pfadfinder. Sie sind Atventisten und halten am Anfang auch immer einen Gottesdient ab.
An sich glaube ich an Gott, doch vieles kann ich in der Bibel nicht nachvollziehen und halte es auch für fragwürdig. Da siegt wohl meine naturwissenschaftliche Seite. Den Religionsunterricht mag ich sehr gerne in meiner Schule. Sie versuchen uns nicht irgendwelche Werte aufzuzwingen, sondern reden mit uns Allgemein über Religion und was dies auch in der Geschichte alles bewirkt hat. Es ist wie ein zweiter Geschichtskurs, wo es heißt diskutiert, diskutiert und diskutiert.

Da ich nicht an Gott glaube, könnte man mich wohl am ehesten als Atheist bezeichnen. Ich bin zwar evangelisch getauft und konfirmiert, aber vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten. Es ist schön, wenn Menschen in der Religion Freude / Trost / Antworten finden, aber für mein Leben hat Religion gar keine Bedeutung, auch wenn ich viele gläubige Freunde habe.

Wichtig ist mir vor allem, dass niemand versucht, mich zu “bekehren”, denn ich versuche es ja auch nicht andersrum. Jeder soll das Glauben, was er möchte, solange durch die Ausübung dieses Glaubens niemand anders zu schaden kommt. Daher stelle ich folgende - bewusst provozierende :wink: - Frage zur Diskussion:
Wäre die Welt besser und vor allem friedlicher, wenn es von heute auf morgen gar keine Religion mehr gäbe?

Aus der Kirche austreten werde ich nie. Das bisschen Kirchensteuer bringt mich nicht um und vielleicht hilft es mit, kirchliche Einrichtungen zu erhalten. Da gibt es viele, die tatsächlich wichtige Dienste leisten.

Ich denke, genauso, wie Religion Kriege verursacht oder auslösen kann, kann sie diese auch verhindern. Der Mensch wird immer wieder, “Gründe” für Kriege finden. Mit oder ohne Religion.

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Ich würde mich auch als Atheistin bezeichnen.
Ich wurde katholisch getauft (allerdings nicht gefirmt), bin aber vor über zehn Jahren aus der Kirche ausgetreten.

In dem Punkt gebe ich Dir recht.
Ich habe ebenfalls den Eindruck, dass gerade der katholischen Kirche ständig unterstellt wird, besonders streng oder konservativ zu sein.
Aber andere Religionsgemeinschaften sind diesbezüglich nicht automatisch “besser”.

Ich denke, das wäre ein zu naiver Gedanke.
Natürlich wurden und werden Religionen vielfach dazu missbraucht, Gewalttaten zu rechtfertigen.
Aber wenn es keine Religionen mehr gäbe, würden sich immer noch genügend andere Gründe finden - Nationalismus, Rassismus, Kommunismus etc.

Dann würde vielen Menschen auch ganz ganz viel Hoffnung fehlen! Denn trotz all dieser furchtbaren Taten aus dem Glauben heraus motiviert passieren auch so viele wundervolle Dinge aus dem Glauben heraus motiviert! Natürlich kann man sich fragen, ob es dies auch ohne Kirche gäbe, schließlich passiert auch jetzt viel Gutes von nicht explizit christlichen Menschen. Aber wir Menschen brauchen meiner Meinung nach etwas, an das wir uns festhalten können und das uns Mut und Hoffnung gibt. Und wenn ich nach dem Sterben feststelle (wenn man das dann noch so nennen kann), dass es ein Irrglaube war, dann hatte ich trotzdem ein Leben, das einen Sinn hatte und einem Ziel gefolgt ist.

Von Bekehrung halte ich auch nicht viel. Da sind wir wieder bei dem Thema der schönen Worte. Wenn ich mein Leben so lebe, wie es nach meinem christlichen Glauben von mir erwartet wird, kann ich den Menschen am ehesten klarmachen, dass es sich lohnt. Wenn jemand den Dialog sucht, bin ich gerne dazu bereit, aber diese Dialoge würde ich nie jemandem aufzwingen.

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Ich glaube an die Natur und an Wissenschaften. Ich brauche keine Götter um ein erfülltes Leben zu führen und ich glaube auch nicht an eine Existenz nach dem Tod. Der Mensch nimmt sich in vielen Dingen häufig zu wichtig und glaubt, ihm stehe mehr zu in dieser Welt als anderen Kreaturen. Dabei ist auch unser Leben im Verhältnis zur Existenz des Universums nicht mal ein Wimpernschlag.
Religion kann dem einzelnen ansich im Leben vielleicht mentale Stärke geben und ein Wegweiser sein, aber in der Masse hat es mir leider viel zu häufig auch mit Fanatismus und Geldmacherei zu tun. Außerdem bringen sie häufig unsinnige Einschränkungen mit sich. Und ich habe ein echtes Problem damit, wenn Leute ihre Religionen basierend auf Bibel, Koran und co. zu streng und wörtlich nehmen, statt sie zu interpretieren und als gesunden Leitfaden zu nutzen. Ich halte also nichts von religiösem Glauben, wobei dieser natürlich trotzdem jedem gegönnt sein soll, solang man nicht missionieren will und niemanden damit schadet.

Das gilt bei mir in allen Bereichen. Seit einigen Jahren muss ich das aber ganz gewaltig den Veganern vorhalten …!

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Das ist leider das, was häufig so gesehen wird. Leider gibt es eben auch genug Schlagzeilen, die das bestätigen. Ich aus meiner eigenen Erfahrung würde da aber stark dagegen sprechen, denn ich erlebe das in meiner Umgebung anders. Aber ich kann verstehen, wie es zu einer solchen Sichtweise kommt und finde es manchmal auch wirklich furchtbar, was manche Menschen mit ihrem Glauben legitimieren wollen oder wie manche Leute diesen Glauben auslegen. Aber ich stimme @MissDaisy zu, das ist nicht nur so bei der Religion, sondern auch mit vielen anderen Lebensphilosophien und Überzeugungen :confused:

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Keine Ahnung. Alle Veganer, die ich kenne, ticken nicht so.

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es war auch gar nicht meine Absicht das zu verallgemeinern. Ich bin kein Religionshasser. Ich kann es eben nur nicht nachvollziehen, weil ich so nicht erzogen wurde und auch ganz gerne immer Beweise und Belege im Leben für etwas habe, statt nur zu glauben. Aber man muss nur mal in die Staaten gucken, wie konservativ Religion da ja teilweise betrieben wird.
Aber man darf auch nicht so naiv sein und glauben, dass es das bei uns nicht gibt. Vor kurzem hörte ich erst wieder Horrorstories von einer Mitarbeiterin, die unter anderem in einer Abtreibungsstation arbeitet und die sich täglich von Außenstehenden anschreien und beleidigen lassen darf, wenn sie die Arbeit verlässt. Das ist kein Stoff aus billigen Soaps, sondern Realität. Das ich deswegen nicht alle Gläubigen über einen Kamm schere, steht aber natürlich außer Frage.

Ich hatte eine Mitbewohnerin zu Studienzeiten, die recht konservativ religiös war. Also ganz ‘klassisch’ gegen Abtreibung, gegen Homosexualität, gegen Sex vor der Ehe usw. Sowas gibt’s halt auch bei uns. Sie war ne echt Liebe und wir konnten sehr gut auf Augenhöhe über verschiedenen Ansichten diskutieren, aber im Grunde sind das halt echt so weltfremde Anschauungen, bei denen sich mir die Fußnägel hochrollen :frowning:

Ich bin konfirmiert und habe auch meine Kinder taufen lassen. Konfirmiert sind Beide nicht, dass konnten sie selber entscheiden und wollten nicht.
Früher war ich auch nochmal in der Kirche, aber seit einigen Jahren nicht mehr. Ich bin auch nicht religiös. Und radikale Religionsauslegung ist mir bei jeder Religion ein Gräul, da ist im Kopf der Menschen einiges schief gegangen.
Es mag eine höhere Macht geben, aber die ist für mich nicht Gott, wie es in der Bibel beschrieben wird. Das passt für mich einfach nicht.
Wobei ich ganz oft der Meinung bin, dass der gesunde Menschenverstand reichen sollte.