Prämienshop

Meine Eltern haben es ähnlich wie Deine gehalten: Basics wurden bezahlt, Luxus nicht. Ich hatte im Studium das Glück, ein sehr gutes Stipendium zu haben, so dass ich finanziell etwas Luft hatte. Ab dem 3. Semster habe ich als Tutorin oder Lehrstuhl-Assistentin bis zum Diplom dazuverdient, immer bis zur Minijob-Freigrenze. Zusammen mit dem Stipendium reichte das, auch als ich dann von daheim ausgezogen und mit meinem späteren Mann zusammengezogen bin.

Was die heutige Jugend angeht, hängt das schon stark vom Elternhaus ab. Ich sehe im Umfeld hier viele, die als Einzelkind aufwachsen und schon sehr früh sehr viel haben, auch von den Großeltern ziemlich viel zugesteckt bekommen. Da ist es dann schon schwierig, diese für irgendwas zu begeistern, weil vieles als selbstverständlich wahrgenommen wird. Mir fällt das bei einigen Kumpels meines Sohnes auf. Mehrmals denselben Film im Kino kucken, Jahreskarte im Lego-Land, 3-4 große Urlaube im Jahr (und zwar nicht im Allgäu sondern Australien usw.), immer das neueste Tablet und Handy…Klar, wir wohnen hier in einer Kleinstadt-Neubausiedlung, das ist jetzt nicht prekär, aber für mich trotzdem merkwürdig. Man hat auch bei einigen Nachbarn das Gefühl, dass sie nicht mehr wissen, was sie als nächstes noch anschaffen sollen, weil Sauna, Feuerschale, zwei große Autos, Pool und Pizzaofen schon vorhanden sind. Wir sind da eher die Ausnahme, weil wir das alles nicht haben und auch nicht wollen. Wir bremsen auch die Großeltern bei Geschenken für unseren Sohn und setzen Limits, weil wir möchten, dass er weiß, dass Geld hart erarbeitet werden muss und nicht „einfach da“ ist.

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So lange es das Forum noch gibt:

Könnte man versuchen, das Plaudern abseits von Prämien vielleicht wieder in einen anderen Thread zu verlegen?

Jeder kennt es, dass sich manchmal Gespräche aus einem Post entwickeln und man plötzlich in einer längeren Unterhaltung zu einer Sache ist.

Aber dieser Thread war schon immer etwas besonderes.

Insbesondere jetzt, da ja viele nun auf die noch neu eingestellten Prämien lauern?

Das wäre wirklich super!
:relaxed:

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Kleine Ergänzung: Dass Geld bei EUCH hart erarbeitet wird und nicht einfach da ist.

Die Vorstellung, dass für Geld normalerweise hart gearbeitet wird, hält sich ja hartnäckig, obwohl 2/3 des Vermögens in Deutschland ererbt und eben nicht hart erarbeitet wurde.

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Das trifft aber nur auf einen sehr kleinen Bruchteil der Bevölkerung zu. Und dann meist in einem Alter, in dem man es selbst zu etwas gebracht hat oder, wenn nicht, ist es dennoch „zu spät“.

Trotzdem hast du auch dann bessere Startbedingungen und dein eigener Erfolg basiert eben nicht auf harter Arbeit, sondern auf Herkunft… Soziale Herkunft wird in Deutschland vererbt, das haben internationale Studien wieder und wieder gezeigt.

Ist ja aber auch egal für das Thema hier. Ich wollte nur vor der Formulierung warnen.

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In der Regel erbst Du doch von den Eltern und bist dann 50-60.
Wer erst da startet, ist mir nicht so wirklich klar.
Das gehört dann eben schon dazu.

Ich meinte damit, dass ja nur die Bücher aus Leserunden als Prämien eingestellt werden.
Die letzte Leserunde ist Mitte Juni zuende und dann kommt bestimmt nichts mehr.

Logisch, dass die dann schnell weg sind. Deshalb wunderte es mich, dass man bis Januar noch Zeit hat.
Das hat nichts mit Meckern zu tun.

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Da irrst Du Dich. Lies doch bitte mal die Info vom Team, die mehrfach verlinkt wurde.

Es kommen bis zum Schluss Prämien rein. Ganz klar, dass das nicht alles Leserundenbücher sind!

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Gib es auf, so oft wie du es neu verlinkt hast, kann es ein Blinder mit Krückstock finden und lesen. Wer das nicht schaft will es anscheinend nicht verstehen.

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Steht ja auch auf der Startseite, bevor man sich einloggt

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Eben. Es ist eigentlich überhaupt nicht zu übersehen, auf gleich vielen Wegen. Daher verstehe ich das echt nicht mehr.

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Klappt gut xD

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Zurück zum Thema :wink: Neu im Shop:
Ebook Einsam wie der Tod

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Ich weiß, das ist schon wieder Off-Topic hier und ich werde dafür auf den Deckel kriegen. Aber ich kann das so nicht stehen lassen. Ich stimme da @MissDaisy zu, das betrifft nur einen kleinen Teil der Bevölkerung, der dann aber auch extrem viel erbt, und häufig sehr spät. Das ist jetzt anekdotische Evidenz, schon klar, aber in meinem Freundeskreis haben sich alle ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung selbst erarbeitet, geerbt hat niemand von uns. Die Eltern leben glücklicherweise alle noch, und die Generation unserer Großeltern hatte selbst kaum genug zum Leben. Dass jeder, der es zu etwas gebracht hat, das Geld per Erbe hinterhergeworfen bekommen hat und privilegiert geboren wurde, ist eine Mär der Linken.

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Danke. Du triffst es perfekt.

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Mit dem Erbe stimme ich dir komplett zu, aber es gibt auch eine nicht zu verachtende soziologische Komponente für Erfolg. In meinem Abschlussjahrgang hatten wir genau eine, die nicht mindestens einen akademiker-Elternteil hatte.
Ich sehe das auch bei den Schülern meiner Mutter, die wenigsten Eltern dort lesen ihren Kindern vor oder sind in der Lage bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Einige, nicht wenige, interessiert die Schule auch weniger, ob überhaupt Hausaufgaben gemacht werden ist da oftmals egal.
Dazu kommt, dass es deutlich einfacher ist zu studieren, wenn man Eltern im Hintergrund hat, die einen finanziell gut unterstützen können. Ich habe während meinem Studium gearbeitet und meine Noten haben darunter auch gelitten. Und mein Tempo auch. Ich habe locker 50% länger gebraucht als Regelzeit gewesen wäre.

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Das stimmt bestimmt. Hat aber mit dem Erbe (= Vermögen erhalten) nichts zu tun.

Naja, es macht schon einen Unterschied, ob ich schon vor dem Erbe auch finanziell unterstützt werde oder nicht. Klar ist es nicht bei jedem so, aber ich sehe schon, dass es einfach ein Vorteil ist, wenn die Eltern einem aushelfen können.
Beispiel: Ich mache eine Zusatzausbildung neben meiner Promotion, die mir meine Eltern zahlen. Eine Kollegin kann sich diese einfach nicht leisten.

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Es ging aber um das Erben.