Sternebewertungen - Spielerei oder aussagekräftiges Bewertungsinstrument?

Wie steht ihr dazu? Findet ihr es einfach, eine Bewertung in Form von 1-5 Sternen zu vergeben oder fällt es euch schwer, eine angemessene Übersetzung der eigenen Meinung in Sterne finden? Habt ihr vielleicht ein bestimmtes System, nach dem ihr die Anzahl an Sternen auswählt oder entscheidet ihr „aus dem Bauch heraus“? Achtet ihr bei anderen Bewertungen eher auf die Anzahl an Sternen oder auf die schriftlichen Ausführungen?

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Für mich ist es zunächst eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, die ich in meiner Liste notiere. Bis ich dann allerdings die Bewertung irgendwo anders eintrage, kann einige Zeit vergehen, und da kann es sein, dass ich noch etwas nachjustiere, ein halber Stern hier runter, ein halber dort hoch.
Grundsätzlich nutze ich schon die ganze Palette von einem bis fünf Sternen aus (einen halben habe ich bisher nirgendwo vergeben), die meisten Bücher landen aber bei mir im Bereich zwischen drei und viereinhalb Sternen. Zweieinhalb und Fünf gibt es auch noch gelegentlich, zwei und weniger dann doch recht selten.
Nicht nachvollziehen kann ich, wenn jemand quasi nur vier oder fünf Sterne vergibt. Es kann nicht sein, dass einem alle Bücher gut oder sehr gut gefallen, dass kein “geht so”-Buch dabei ist, selbst wenn man eine noch so gründliche Vorauswahl trifft. Das mache ich auch, und trotzdem werde ich da immer mal wieder enttäuscht oder bin zumindest nicht völlig glücklich.

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Passt ja super. Genau darüber habe ich mir heute auch schon Gedanken gemacht :smiley:
Ich musste gerade meine ersten Bücher bewerten und besonders die Vergabe der Sterne viel mir schwer. Wobei man es bei der Lesejury durch die halben Sterne ja noch etwas mehr Auswahl hat.
Aber trotzdem viel es mir nicht leicht eine genaue Bewertung zu finden. Vor allem wenn man dann anfängt sich Gedanken darüber zu machen, was die Bücher wohl erfüllen oder eben nicht erfüllen müssten, um welche Bewertung zu bekommen.
Im Endeffekt habe ich dann doch eher nach Gefühl entschieden :blush:

Mittlerweile tue ich mich nicht mehr schwer bei der Sternevergabe. Top-Bücher kriegen 5 Sterne, je mehr ich zu meckern hab umso mehr Sterne zieh ich ab … :wink:

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So mach ich das auch.

Ich bin zwar noch nicht so lange dabei hier, aber für mich ist es ein aufs Gefühl hören, denn manchmal zeigt das Gefühl mir doch mehrheitlich die Richtung. Und wenn mir ein Buch gar nicht gefällt, scheue ich mich nicht einen halben Stern zu geben. Doch da muss das Buch dann doch extrem schlecht sein :slight_smile: . Und wenn wir ehrlich sind, sind unsere Meinungen häufig ja doch verscheiden und unsere Geschmäcker ebenfalls, was ja zum Glück so ist. Sonst hätten einige Autoren gar keine Chance auf dieser Welt. Das ist dann wieder mein Denken :wink:

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Ich vergebe meine Sterne aus dem Bauch heraus. Manchmal, wenn ich mir nicht sicher bin, überlege ich mir die Sterne nochmal ein paar Tage später, was mein Bauch dann sagt, und dann kann es gut passieren, dass sich die Sterne noch ändern. Gut finde ich wie hier die halben Sterne, denn oft ist ein Buch für mich nicht drei, aber auch noch nicht vier Sterne. Wenn ich die Möglichkeit mit halben Sternen nicht habe, runde ich eher auf als ab.

Wieso nicht? Ich habe sehr viel vier und fünf Sterne. Liegt vielleicht auch daran, dass ich meine Bewertungen nicht unbedingt ganz genau nach einer bestimmten Vorschrift verfasse - soll heißen: wenn mir das Buch toll gefallen hat, dann bekommt es trotzdem vier bis fünf Sterne, auch wenn ich vielleicht kleine Fehler entdecke. Ich erwähne es dann vielleicht in der Rezi, aber ansonsten passt mein Bauchgefühl sehr oft, welche Bücher ich mir zulege und ob sie mir dann gefallen werden und damit kommen dann viele gute Sternbewertungen zusammen. Drei Sterne bekommt ein Buch von mir, wenn es mir gar nicht gefallen hat oder ich es sogar abgebrochen habe, denn trotzdem gibt es dann immer noch Teile, die mir an dem Buch gut gefallen haben, aber es hat halt im gesamten nicht gepasst (siehe z.B. die Rezensionen von Snow von Danielle Paige - das Setting fand ich total toll, aber die Charaktere konnten mich nicht überzeugen - war dann auch drei Sterne). Darunter vergebe ich so gut wie gar nicht (außer ein- oder zweimal, aber da war das Buch echt unterirdisch und hatte außerdem keine Rechtschreibung und Grammatik). Andere sind da mit der Sternevergabe sicherlich strenger :wink:

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Ich entscheide auch eher aus dem Bauch. Wenn ich mir im Nachhinein meine Bewertungen ansehe, wundere ich mich, wie ich auf diese gekommen bin. Manchmal sind die Proportionen echt unrealistisch. Daher finde ich das Sternesystem nicht ideal. Vielleicht könnte man ein Punktesystem mit 0-10 Ounkten oder so machen, aber ich weiß auch nicht, ob es dann besser wird.
Wenn ich mir Rezensionen anschaue, schaue ich eigentlich eher auf das Geschriebene und nicht auf die Sterne

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Die Sterne geb ich aus dem Bauch raus. Wichtig finde ich sie schon. Sie zeigen bildhaft, wie ich das Buch fand.

Wenn ich mal eine Rezension lese, dann sind mir auch da die Sterne wichtig. Ich möchte gerne einen Querschnitt lesen aus guten und schlechten Bewertungen. Bei vielen Büchern gibt es zu viele Bewertungen. Wenn ich da erst lesen müsste, was da alles steht, wäre mir das zu viel. So picke ich mich dann eben von den Verrissen und den Lobpreisungen und den mittleren Bewertungen jeweils ein paar raus und lese mir durch, was wer warum wie fand. Dann kann ich mir ein Bild machen, ob ich das Buch wohl auch/dennoch mag.

Ein 10-Punkte-System wäre irgendwann genauso schwierig, wie ein 5-Punkte-System. Noch feiner und noch feiner muss ja auch nicht sein. Soll ja nur ein Richtwert sein. BTW - hier kann man seit einiger Zeit halbe Sterne geben. Das ergibt dann ja auch ein 10-Punkte-System (ich gebe dennoch nur ganze Sterne).

Ich gehe auch vom “Superbuch” und 5 Sternen aus und ziehe dann jeweils einen Stern ab, wenn ein paar Minuspunkte zusammenkommen. Das geht nach Gefühl.
Die Sterne finde ich vor allem dann wichtig, wenn ich zB keine Rezension schreibe oder mir keine ansehe, so als groben Überblick. Wenn man sich wiederum mit den Rezenseionen neäher beschäftigt, sind die Sterne wieder eher egal, weil die Rezensionen das besser abstufen können, logischerweise.
Da die Systeme im Netz so unterschiedlich sind, finde ich die halben Sterne etwas überflüssig, viele Seiten können das nicht anzeigen. 10 Unterteilungen (ganze Sterne) sind viel zu viele.

Ganz einfach: 5 Sterne bedeutet für mich, dass das Buch sehr gut ist, spitzenmäßig, da gibt es kaum etwas Besseres. 4 Sterne ist gut, aber es fehlt etwas für die Top-Bewertung. 3 Sterne ist ganz nett, aber kein Muss, 2 Sterne nur etwas für jemanden, der sich sehr für das Thema interessiert, aber das Buch hat gravierende Schwächen. Und alles darunter ist meiner Meinung nach totaler Mist und maximal für Hardcore-Fans lesbar. Und die halben Sterne dazwischen sind eben feinere Abstufungen.

Bei mir liegt ein Großteil der Bücher in der “geht-so-bis-gut”-Kategorie, trotz überwiegend sehr gut überlegter Buchauswahl.
Wie gesagt, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand ausschließlich gute bis sehr gute Bücher erwischt. Es gibt Autoren, deren Bücher ich mal mit viereinhalb, mal mit zwei Sternen bewertet habe. Da liest man das erste Buch, das einem super gefällt, nimmt sich das nächste vor, das vom Thema noch besser gefallen sollte, aber das geht gar nicht. Und nur für das interessante Setting gebe ich nicht automatisch drei Sterne, weil das nun wirklich extrem Geschmackssache ist. Auf die Umsetzung kommt es für mich an, und wenn die nicht passt, ist auch das beste Setting, die beste Grundidee nichts mehr wert.

Bei mir startet ein Buch zunächst ganz neutral mit 3 Sternen und muss sich eine bessere Bewertung “verdienen”.

Genau darüber hatte ich gerade eine Diskussion! Sind 3 Sterne wirklich “neutral”? Auf den ersten Blick (und rein mathematisch) sind 3 Sterne ja schon im positiven Spektrum der Bewertungsskala. Ich bin auch immer irgendwie davon ausgegangen, dass 3 Sterne “neutral” ist, aber wurde dann von meinem Freund darauf hingewiesen, dass das die Bewertungen vielleicht verfälscht und viel mehr Bücher gut bzw. etwas besser bewertet werden als eigentlich beabsichtigt.

Siehst du, genau das meinte ich auch - manche sind eher strenger und andere wieder nicht :wink: Ich sehe das Ganze nicht ganz so streng… Manchen ist etwas Bestimmtes wichtig, anderen wieder nicht so. Deshalb mache ich es wie viele andere, picke mir von jeder Sternenbewertung ein paar raus und lese die. Ich schaue dann weniger auf die Sterne, als auf die Rezension selbst und bin bisher immer gut gefahren damit.

Es hängt sicherlich auch viel davon ab, wie ernst man ein Buch nimmt. Für mich soll es vor allem Unterhaltung und Abschalten vom Alltag bedeuten.

Ich persönlich bin kein Fan von den Sternebewertungen. Auf meinem Blog habe ich es auch ziemlich schnell wieder rausgenommen.
Ich hatte es bspw schon öfter so, dass ein Auftakt mir megamäßig gut gefallen hat. 5 Sterne ganz klar. Die Fortsetzung war dann aber NOCH besser. Wie bewerte ich die dann? Band 1 rückwirkend einen Stern wegnehmen geht ja schlecht. Versteht ihr? Mir sind die Sternebewertungen zu nichtssagend. Nicht aussagekräftig genug. Man kann nicht jedes Buch in eine Schiene packen. Das passt nicht. Ich lese großartige Bücher, die 5 Sterne verdient habe und ich lese wahre Highlights, die haben auch 5 Sterne verdient. Wie lege ich da einen Unterschied fest?
Dazu kommen die klassischen 3 Sterne, die sowieso jeder anders auffasst. Für mich sind 3 Sterne noch relativ gut. Im Mittelfeld eben. Oft werden 3 Sterne aber schon als schlecht aufgefasst.

Ich entscheide somit auf Portalen/Verkaufsplattformen, wo danach eben verlangt wird, aus dem Buch heraus.

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DANKE! Endlich mal jemand, der das auch so sieht! In einem Buch dürfen Dinge auch mal unlogisch sein, wenn es kein Tatsachenbericht sein will. Ich möchte doch Unterhaltung und keinen Lehrgang. :blush:

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Gar nicht. Musst Du auch nicht. 5 Sterne heißt ja, hat mich begeistert. Wenn mich ein Buch danach irgendwann noch mehr begeistert, wird das Buch ja nicht schlechter dadurch. Beide haben mich begeistert. Das eine sogar noch mehr. Na und? Sind dennoch fünf Sterne und ich hab ja auch noch einen Text dazu geschrieben, in dem ich das dann erwähne, dass dieses Buch das andere sogar noch toppt.

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Ich vergebe die Sternebewertung auch aus dem Bauch heraus. Nach dem Lesen habe ich immer ein Gefühl, wie gut mir ein Buch gefallen hat.
Ich finde die Sterne zum Bewerten der Bücher wichtig. Oft lese ich Rezensionen ohne Sternebewertung und weiß danach nicht. ob demjenigen das Buch jetzt gefallen hat oder nicht. Wenn es zu einem Buch sehr viele Rezensionen gibt, lese ich die nicht alle sondern schaue mir zunächst die Überschriften und die Sternebewertung an und dann lese ich ein paar Meinungen, die im Mittelfeld liegen.

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Bei mir gibt es die Sterne auch aus dem Bauch heraus.
Und ich finde es gut, wenn man in den Foren auch mit halben Sternen bewerten kann

Ich vergeb auch aus dem Bauch heraus. Allerdings bin ich auch hier mit der Zeit etwas kritischer geworden. Hat früher ein Buch das ganz ok war, aber nichts besonderes 4 Sterne bekommen, so bekommt es heute nur noch 3. Denn ich möchte einfach einen Unterschied haben zwischen ganz ok und gut. 1 oder 2 Sterne Bewertungen kommen vor aber selten, z.B. wenn mich ein Buch absolut langweilt, nervt oder ich es sogar abbreche.

Das stimmt! Geht mir manchmal auch so. Meistens bei den 4 Sterne Büchern. Entweder denke ich im Nachhinein “hm, das war doch gar nicht so gut” oder “He, irgendwie beschäftigt mich das Buch immer noch, war doch irgendwie besser”. Dann bin ich aber auch so frei und ändere meine Sterne :joy: Ist ja nur für mich…

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