Gespräche über weltweite Politik und Gesellschaft

CDU stimme ich zu, aber welche Parteien wählen die Leute denn sonst? SPD und Grüne sind „recht“ ähnlich, und Linke hat auch keiner mehr Bock drauf (ich schon aber die Menschen halt nicht) BSW ist genauso wie FDP bzw CDU und AFD, und die kleineren Parteien wählt kein Mensch weil sie keine Chance auf den Einzug in den Bundestag haben.
Also wenn wählen die Leute sonst? Wir die CDU ist nicht gut, aber ich will an das Gute in den Parteimitgliedern glaube (Merz hab ich aufgegeben). Ansonsten sieht’s wirklich schlecht für uns aus.
Grüße

Vermutlich gibt es nur zwei Parteien, die es über die 5 % schaffen, die man noch halbwegs wählen kann, wenn man Demokrat sein möchte. Und ich sag mal so: Es sind nicht die AfD, die SPD, die CDU, BSW …

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Ich bzw. wir möchten keine SPD , noch grüne war für CDU , aber was März sich da geleistet hat, macht mir Angst. Genau diese Zustände die wir jetzt haben, gab es damals bei der Weimarer Republik. Aber AFD usw. , BSW und so weiter sind nicht besser.
Ich habe Angst vor der Zukunft.

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Dann gäbe es noch die linken oder kleinere Parteien. Von den kleineren Parteien hört man ja aber eh nichts (leider) und die Linken sind ja auch mittlerweile eher bei knapp 5%.

Warum nicht die SPD? Ich bin der Meinung das SPD, Grüne und Linke wählbar sind und auch ein paar kleinere Parteien die aber eigentlich eh keine Chance haben. Grundsätzlich denke ich aber auch mittlerweile das es zu wenig Parteien gibt, die 5% Hürde ist wichtig und richtig, aber du hast keine „große“ Auswahl. In der USA ist es noch schlimmer ich weiß, aber ein paar mehr Parteien die auch die Chance haben in den Bundestag zu kommen (die auch demokratisch sind) fände ich grundsätzlich nicht schlecht.
Freundliche Grüße

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Für mich unzählbar …

Die Frage ist halt, wie dann eine Regierung gebildet werden kann. Es war jetzt schon schwierig mit drei Parteien.
Ich finde aber es gehen durch die Hürde zu viele Stimmen verloren. Ich würde es so ändern, dass jede Partei angeben muss, an wen sie die Stimmen geben würde im Falle eines Scheiterns an der 5% Hürde. Das können ja auch mehrere Parteien sein, je nachdem wer es schafft. Dann würden bestimmt auch mehr kleine Parteien gewählt, weil die Stimme nicht komplett verloren ist. Als Beispiel ÖDP könnte die Stimmen bei nicht Einzug in den Bundestag an die Grünen geben, die Heimat Partei an die AFD.

Aber insgesamt bin ich mittlerweile der Meinung, dass Demokratie nicht mit einem Parteiensystem auf Dauer funktioniert. Ich wäre für ein System, wo 350 Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten zufällig ausgewählt werden und dann zwei Jahre im Bundestag sitzen. Natürlich müsste man Demokratie dann wieder anders denken. Weiß jemand, wie man dieses System nennt?

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Warum?

Die Idee mit der 5% Hürde das man das an andere Parteien abgibt finde ich gut. Vielleicht das man das dann noch aufteilen kann, also 2% an XY und 3% XY.

Das mit den 350 Leuten ist gut, aber da ist die Gefahr das irgendjemand keinen Bock hat oder die einfach nicht wissen was man tun muss. Beispielsweise in den Krisen jetzt. Oder würdest du die Berater nicht austauschen?

Das verstößt gegen einen unserer Wahlrechtsgrundsätze - unsere Wahlen sind unmittelbar: Deutscher Bundestag - Allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim

Ich finde es auch gut, dass meine Stimme nicht ungewollt einfach an andere gehen kann.

Die Sache mit dem Losen finde ich für Bürgerräte richtig richtig gut und sinnvoll, dort werden die Bürger:innen aber auch noch von Expert:innen informiert und später werden Vorschläge von demokratisch gewählten Abgeordneten abgestimmt. Das, was dir vorschwebt, wäre eine Demarchie. Als Ergänzung zum Parlament fände ich das richtig sinnvoll, als Ersatz wäre mir das zu krass vom Zufall abhängig. Da mag ich dann lieber unmittelbar wählen, wen ich drin haben möchte.

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Wenn Du diese Menschen nach dem Zufallsprinzip auswählst, wird dort der Anteil an AFD-Anhängern aber genauso groß sein wie derzeit unter den Wählern.
Zumindest unter diesem Aspekt hätte das also keinen Vorteil, diese Vorgehensweise würde nur Profis durch Amateure ersetzen und das Vertrauen in das System noch mehr untergraben.
Es fällt heute vielen Leuten schon schwer, die Entscheidungen eines Parlaments zu akzeptieren, das auf Wahlen basiert, an denen sich jeder beteiligen konnte. Wieso sollten die Entscheidungen einer zufällig zusammen gewürfelten Gruppe leichter zu akzeptieren sein?

Man könnte die Hürde ev absenken. In Österreich sind es z.,B. 4%.
Aber egal wie viele Parteien es gibt, Du wirst nie eine finden, mit deren Programm Du 100%ig überein stimmst. Irgendwelche Abstriche muss man immer machen und je mehr Parteien umso schwieriger die Regierungsbildung.

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War das nicht auch eines der Probleme der Weimarer Republik?
Die Zersplitterung von ehedem 3 oder vielleicht 4 Parteien auf weitere Kleinstparteien, die es letztlich dann gar nicht in den Bundestag schaffen werden oder nur knapp über die geforderten 5 % schaffen.
Wenn ich ehrlich bin, dann ist mir fast lieber, wenn es dieses Mal 3 Parteien weniger werden. Wobei mir die Linke noch am ehesten fehlen würde.
Allgemein ist mir unverständlich, dass ausgerechnet die junge Wählerschaft so krass auf die Rechte abfährt. Ob die alle auch mit Freuden in den Wehrdienst stürmen, wenn die AfD erstmal was zu sagen hat? Und ob die alle auch so freiwillig auf ihre Work/Life-Balance verzichten werden? Ganz zu schweigen vom Verzicht auf Döner, Pizza, Chinese und Sushi - wenn erstmal die Millionen remigriert wurden. Vermutlich haben die zum Großteil nichtmal einen Blick in deren Programm geworfen und kennen sie nur von ihren Tictoc-Auftritten.
Wie früher in der Kneipe am Stammtisch reichen ein paar Schlüsselreize: die Migranten bekommen alles rein geschoben und ihr bekommt deswegen nichts - die Flüchtlinge nehmen euch die Arzttermine weg - Migranten sind generell gefährlich und stechen alles ab was nicht bei 3 auf dem Baum ist - Klimawandel ist quatsch, das ist nur Wetter - die da oben sind doch alle gegen euch und nur die AfD bietet kontra.
Tragisch finde ich, dass bis auf den letzten Punkt unser angehender Kanzler fast ins gleiche Horn tutet, nur um am rechten Rand Stimmen zu fangen. Klimawandel zumindest annähernd, denn vom Tempolimit z. B. ist nichts zu hören.
Noch tragischer bis grotesk finde ich, dass ausgerechnet die Leute die AfD wählen, die am wenigsten davon profitieren werden. Von einigen Großverdienern mal abgesehen. Musk weiß schon, warum er so auf die steht. Garantiert nicht, weil ihm irgendwelche Menschen am Herzen liegen. Ihm geht es nur ums Geld. Um sein Geld. Und das wird mehr, wenn hier im Land möglichst viel Unfrieden herrscht und das System ins Schwanken gerät. America first, Italien first, Niederlande first, Ungarn first, Russland sowieso allerallerfirst, Weißrussland first, China first… etc, etc.
Inzwischen haben wir eine Welt voll Autokraten und es werden immer mehr. Das geht nie lange gut. :roll_eyes:

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Du sprichst mir aus dem Herzen, ich bin 1952 geboren und hatte zwei tolle Großmütter die mir alles über die damalige Zeit erzählt haben. Habe auch viele Bücher darüber gelesen, mir kommt es so vor als würde sich alles wiederholen. Ich schäme mich teilweise das niemand in den Politischen kreisen daraus gelernt hat. Unsere Enkelin wird 24 und wählt nicht die AFD.
Bin gespannt wie es weiter geht, und habe Angst vor dunklen Prognosen.

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Da hattest Du Glück, meine Großeltern (inzwischen längst verstorben) haben die Zeit komplett totgeschwiegen und jedes Gespräch darüber sofort abgewürgt. Aber wir hatten in der Schule einen sehr guten Geschichtsunterricht und engagierte Lehrer und Lehrerinnen, und ich lese auch sehr viel darüber. Mir macht die aktuelle Situation auch Angst. Der Rechtsruck ist europaweit spürbar, und auch in den USA und Russland. Ich blicke sehr besorgt in die Zukunft, und auch unser 11-Jähriger macht sich bereits Gedanken, was passiert, wenn er zB zum Wehrdienst müsste und Krieg herrschte. Kein Kind sollte darüber nachdenken müssen.

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Einer unserer Söhne ist Lehrer und erzählt immer wieder, wie unverständlich es für ihn ist, dass gerade die jungen Menschen - aber wohl hauptsächlich Jungs - so angetan sind von der AfD.
Allerdings hat er sehr stark das Gefühl, dass dies auch durch die Eltern vermittelt wird. Wenn der Nachwuchs zuhause immer wieder entsprechende Sprüche zu hören bekommt, z. B. wenn die Eltern irgendwas im TV sehen, dann festigt sich das natürlich. Und wenn ich drüber nachdenke, dass Höcke Geschichtslehrer ist, dann dreht sich mir der Magen um. :persevere:
Wenn nicht mal die Geschichtslehrer aus der Geschichte was gelernt haben, dann weiß ich bald auch nicht mehr, was alles möglich ist. :neutral_face:

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Wie motiviert seid ihr für die Demos gegen Rechts? Ich muss sagen, dass ich gerade gar keinen Bock habe. Bei mir hat sich das Gefühl eingeschlichen, dass es nichts bringt. Merz macht doch sowieso, was er will. Normal bin ich nicht politikverdrossen. Aber diese Woche schon😔

Ich habe generell ein Problem mit Menschenmassen, ich bekomme da Panikattacken, sobald viele Leute um mich rum sind. Auf Demos, Messen, Großveranstaltungen etc. gehe ich daher grundsätzlich nicht.

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Ich glaube, es ist besser als nichts zu tun. Meine Eltern sind leider nicht so die Demo Typen, wo ich schon eigentlich mit 14 längst auf 20 gewesen wäre. Gegen Merz hilft es wahrscheinlich nichts, aber vielleicht für die Leute. Wenn es in die Nachrichten kommt und die Leute vielleicht Nachdenken.

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Das ist schade! Ich hab das zum Glück nicht, ich gehe auf die Frankfurter Buchmesse und so weiter. Ist mittlerweile Tradition das wir zu Buchmesse gehen.

Das ist bei mir schon immer so, große Konzerte oder Discos wären für mich der Horror gewesen, auch Flugzeuge, und generell Menschenmassen oder Räume, aus denen ich nicht zu jedem Zeitpunkt rauskann. Ich muss immer wissen, wo der Notausgang ist und bin wahrscheinlich einer der wenigen, die in Hotels tatsächlich die ausgehängten Fluchtpläne studieren.

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