Umwelt und Klimaschutz

Och Menno… ich hab doch extra druntergeschrieben, dass das eben nicht ernst gemeint ist, eben WEIL es ja so ist, dass du auf dem Land keine andere Chance hast als das Auto zu nehmen und auch damit in die Stadt zu fahren, weil du ja sonst nicht mehr Heime kommst. Egal, was die ganzen “Autofreie Städte SOFORT!”-Brüller raushauen. Weil es auch P+R überall wie Sand am Meer gibt. Nicht. :wink:

1 Like

Ah, dann hab ich das falsch verstanden. Den Witz am Ende hab ich anders einsortiert, tut mir leid!

Aber ich wollte ja auch noch gesagt haben, dass zumindest bei uns die Lebensmittelgeschäfte schön außerhalb angesiedelt sind, nicht in der Innenstadt. Dass die ausstirbt, wird auf das Internet geschoben.

Dass es keine bezahlbaren und erreichbaren Parkmöglichkeiten gibt, das ist ja nicht schuld dran … Auch nicht der unfreundliche “Kundenservice” oder das schlechte Sortiment. Nö, das Internet.

Alles gut ^^

Zum Teil ist aber das Internet nicht ganz unbeteiligt daran, dass viele kleinere Geschäfte schließen müssen - also zumindest wenn ich mir das logisch zusammenspinne: Grad in Großstädten sind Mieten für Geschäfte in der Innenstadt saftig, aber weniger Ladenplatz bedeutet natürlich auch eine eingeschränkte Auswahl und ein wenig kann ich nachvollziehen, wenn man halt gleich im Internet kauft - da haben sie halt alles. Auch wenn das nicht schön ist. Was gar nicht geht, ist, sich eine ausführliche Beratung geben zu lassen und dann das gleiche Teil billiger zu bestellen. Könnte ich schon mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
Aber das führt jetzt zu weit vom Thema weg, glaub ich.

Das mit den Parkplätzen geht hier noch. Am Bahnhof, der ja direkt an der Innenstadt liegt, gibt es gleich zwei verhältnismäßig günstige Parkhäuser, da geht das noch. Gut, ich als Bewohner der Großstadt könnte auch die Strecke mit der Bahn fahren, ich hab ja die Haltestelle vor der Tür… aber wenn ich ausrechne, dass ich für das gleiche Geld auch 4h parken kann… tjoah. Aber wenn man wirklich von außerhalb kommt, ist es hier tatsächlich noch erträglich in Sachen Parkplätzen für nicht zu viel Geld, sofern nicht grad Weihnachtsmarkt oder Ähnliches ist.

Und dann fordern natürlich irgendwelche, ich nenne sie mal Trottel, dass das Parken viel viel teurer sein muss, damit keiner mehr das Auto nimmt! Dass man damit aber sicherlich nicht wenige Besucher aus den ländlichen Gebieten rundherum wieder abschreckt, überhaupt in die Innenstadt zu kommen und eine Spirale in Gang zu setzen von wegen “Mimimi, unsere Innenstädte sterben aus, mimimi!”… es hängt halt vieles zusammen.

3 Like

Alle 20 Minuten ist doch Luxus. Was würden die sagen, wenn sie ländlicher Leben würden?

Da hast du leider Recht.

Das ist ein super Ansatz, machen leider nicht alle so.

Ja, bei mir geht das auch. Nur sind die Verbindungen leider nicht gut genug, dann nützt mir auch der Parkplatz nichts…

1 Like

Na ich meinte ja direkt in der Innenstadt. Also es ist zufällig auch der Bahnhof, aber ansonsten fast alles fußläufig erreichbar: Shopping, Kino, Oper, Kabarett etc.

Das finde ich schon, hab mich vielleicht nicht gut genug ausgedrückt. Warum bist du denn damals nicht auf eine Demo für’s Klima gegangen? (ich natürlich auch nicht) - Weil es keine gab! Die Zeit war noch nicht reif dafür. Wie schon erwähnt haben wir eben für andere Sachen demonstriert. Und mangels Internet und Informationsüberschwemmung wurde das dann auch Samstags oder Sonntags beachtet. Und auch damals wollten die Demonstranten erreichen, dass die Politiker etwas/mehr tun, um Veränderungen herbeizuführen. Das sind die Parallelen, deshalb finde ich persönlich die Vorwürfe an die Jugendlichen oft so scheinheilig. Warum wird ihnen nicht das zugestanden, was wir schon lange hinter uns haben. Die müssen diese Erfahrungen selber machen, und zwar mit den Mitteln und Möglichkeiten und Chancen ihrer Zeit. Da nützt es wenig, finde ich, zu sagen " wir haben das früher aber anders / besser gemacht" .

Das hat sich auch nicht auf dich direkt bezogen, sondern ich wollte einfach allgemein (auf’s Thema bezogen) sagen, dass die jungen Leute jetzt zu diesem Thema ihren Widerstand auf ihre Weise rüberbringen - meinetwegen auch am Freitag. Das ist mir selbst eigentlich ziemlich wurscht, wichtig finde ich, DASS sie auf die Straße gehen.

1 Like

Du missverstehen mich dennoch, denn ich hab nie etwas in dieser Richtung gesagt, sondern dass das Thema nicht neu ist und wir eben nicht die Welt zugrunde gerichtet haben und sie uns Umweltschutz erst bewusst machen müssen. Diese Behauptung finde ich blöd. Da wird nicht gefragt, was wir getan haben oder tun, sondern losgeschimpft.

Das hilft aber der Umwelt nicht. Ärmel hochkrempeln und aktiv werden ist angesagt. Nicht nur aktives Mundwerk.

Und das gilt für alle. Seit Jahrzehnten. Nicht erst seit ein paar Monaten.

Wurde in einem Beitrag erwähnt:
Der Streik von Arbeitnehmern, ihren Betrieb betreffend für Tarifverhandlunden ist mit Demos nicht zu vergleichen. Der Arbeitnehmer hat dann auch nicht “Freizeit” sondern ist am Betrieb und streikt halt. Meist gegen nicht so tollen Arbeitsumstände, Bezahlung.
Für die Teilnahme an Demos muss ein Arbeitnehmer seine Freizeit nehmen.

Und gerade, weil schon so viel Unterricht ausfällt sollten es dann auf Dauer schon genutzt werden den Unterricht zu besuchen. So einen hohen Bildungsstandard haben wir ja nun mal nicht.

Ich habe auch den Eindrck, dass das Umweltbewusstsein schon vor den Demonstrationen angewachsen ist, jedenfalls auch bei mir in Bezug auf Plastik, Inhaltsstoffe. Ich hoffe auch, dass ganz viele entsprechend einkaufen (Palmöl etc).

Ja, und ich gebe zu, ich fahre gerne Auto, nutze mein Auto. Mit den Öffis hier, dahin wo ich hin will wäre ich sehr lange unterwegs, oder eher gar nicht. In gewissen Situationen ist es auch einfach unmglich.
Wenn ich in die Innenstadt von Hannover will/muss nehme ich die Bahn (Tagesticket 9 Euro) um mir den Stress zu ersparen. Für mich ist ein Auto wichtig, es bietet mir Freiheit und macht mir Spaß. Ich will darauf nicht verzichten, ebenso wie ich mein Haus beheizen möchte. Gerade das meine ich mit sinnvollen und bezahlbaren Alternativen bevor man etwas komplett verteufelt. Gerade dieser Bereich wurde einfach, trotz dem Wissen, ignoriert in der Wirtschaft/Forschung/Politik und kann nicht eben mal mit erhöhten Kosten auf die Bevölkerung abgewälzt werden., dadurch ist keine Alternative vorhanden sondern man wird nur wieder abgezockt.
Andere Dinge funktionieren dann ja, eben die kleineren Dinge die jeder ändern kann durch sein Konsumverhalten.

1 Like

Natürlich habe ich das Thema gelesen und begriffen. Und nein, es ist für mich nicht typisch. Das ist das erste Mal, dass ich mich darüber beschwert habe. Ich finde, dass man eben das richtig schreiben sollte, wofür man demonstriert.
Ich finde es natürlich gut, dass sich die Kinder für die Umwelt interessieren und etwas verändern wollen. Klar gibt es einige Kids, die demonstrieren gehen und dann fünf Minuten später ihre Waffelverpackung auf die Straße werfen, obwohl zwei Meter weiter ein Mülleimer ist. Aber zum Glück sind die meisten nicht so und brennen für das, wofür sie demonstrieren.

Nunja. Die Politiker hatten gewisse Pläne, die sie nicht eingehalten haben, weil einfach nichts ernst genommen wird. Schon gar nicht Wissenschaftler. Zumindest da (Klimapläne wirklich ernsthaft umsetzen wollen) Mal anfangen wäre super. Rezo (Youtuber) hat zu dem gesamten Thema ein informatives Video gemacht.

1 Like

Ich meine schon, dass ich dich verstanden habe. Mir ist nur der Vorwurf, dass wir die Umwelt zugrunde gerichtet haben, noch nicht so direkt untergekommen. Die Beschwerden, die ich mitgekriegt habe, waren, dass wir jetzt, wo die Auswirkungen bekannt sind, zu wenig dagegen tun, die Politik zu lasch und lahm ist, und bereits vereinbarte Verbesserungsversuche bzw. - Beschlüsse gar nicht oder nicht konsequent umgesetzt werden. Also wird nicht das Verursachen angeprangert sondern das Ausbleiben von Gegenmaßnahmen. So verstehe ich das zumindest - Und damit haben die Jugendlichen doch Recht.

4 Like

Das Ausbleiben von Gegenmaßnahmen… stimmt und das gekonnt seit Jahrzehnten, da es schon recht lange bekannt ist. Raute

2 Like

Ich meine Wissenschaftler und Techniker die evtl. eine andere Art von Mobilität und heizen entwickeln können, vor vielen Jahre schon entwickelt hätten. So lange das Problem ja schon bekannt ist.
Was jetzt passiert ist, meiner Meinung nach und wie gesagt, Blödsinn, weil nur etwas verteuert wirde ohne eine vernünftige und bezahlbare Alternative für solche Dinge wie anderer Antrieb für Autos (nicht E) und andere Möglichkeiten sein Haus zu heizen (wenn es dann kein Neubau ist).
Darauf reagiert niemand. Wenn jemand friert und von A nach B kommen muss/möchte wird er auch bei höhren Preise genaus dies mit den vorhandenen Möglichkeiten tun, da es keine anderen gibt, die als Ersatz dienen.

1 Like

Wie gesagt, schau dir das Video mal an. Es gibt nämlich durchaus Alternativen. Die will man nur nicht nutzen.

Nicht verschlafen, hinausgezögert wie mit allen brennenden Punkten in Deutschland. Ist ja nichts neues.

Nein. Wir alle zusammen müssen aktiv werden. Egal, wie. Die Politik muss ihre Ressourcen nutzen, um gegenzusteuern. Und wir unsere. Wir können das nicht der Politik überlassen. Was passiert, haben wir doch Jahrelang beobachten können … NICHTS! Es wird hier immer nur debattiert, mehr passiert nicht. Debattieren und meckern. Der jungen Generation reicht es allmählich. Sie müssen ja in dieser Umwelt über die jetzt debattierenden Menschen weiterleben.

1 Like

Das stößt bei mir auch sehr sauer auf, auch bei meiner Freundin. Die Fehler sind gemacht, lässt sich nicht mehr ändern. Aber jetzt lässt sich gegensteuern, so gut es eben geht. Und da dann solche Sprüche ablassen und ignorant und arrogant über die Jugend urteilen, finde ich ziemlich unsportlich (mal nett ausgedrückt).

2 Like

Eben! Hier in Deutschland kommt nämlich bei allem sofort erstmal: Was soll denn der Arbeitgeber sagen? Dabei spielt es keine Rolle, ob es wirklich um die Arbeitsplätze geht. Das ist ja das Irre daran. Es muss nämlich immer nach der Führung der Wirtschaft gehen. Wenn die sagt: Nein, damit sind wir nicht einverstanden!, dann zieht die Politik mit. Der geht es nur um wirtschaftliche Interessen, wer das nicht verstanden hat, weiß nicht, was hier los ist.

Also, retten wir unsere Erde, ohne die wir nicht existierten können oder retten wir unsere Arbeitsplätze, die nicht in Gefahr sind? Schwere Entscheidung …

Die Pläne für e-Motoren liegen schon seit fast 50 Jahren in den Schubladen und wurden geblockt. Heute wird vorgerechnet, wie schädlich die Akkus sind usw.

Dennoch werden sich die e-Autos über kurz oder lang durchsetzen. Ich finde die schon immer besonders eben für Kurzstrecken ideal. Heute haben alle zwei Autos - als “Einkaufsauto” wäre ein e-Auto doch schon mal ideal. Für die (wenigen), die ständig lange Strecken fahren müssen, gibt es ja weiterhin die Benziner, bis es stärkere/größere Akkus gibt.

Fortschritt ist immer auch mit ein bisschen Schmerz verbunden, aber Neues muss Altes nicht komplett verdrängen. Wir müssen einfach nur da etwas tun, wo wir es können. Ganz auf Kunststoff werden wir nicht verzichten können, aber da, wo es geht, sollten wir es freiwillig tun. Klein anfangen und sich steigern und nicht drauf warten, dass andere anfangen.

Mein Vater hat vor fast 20 Jahren eine Fotovoltaik-Anlage aufs Dach gesetzt. Da war sein Haus auch schon 20 Jahre alt/jung. Es war keine Pflicht, aber die Vorstellung, so etwas für die Umwelt tun zu können, war für ihn damals schon wichtig. Wir sind schon ewig Solar-Fans. Man muss das nicht auf Neubauten beschränken.

Für Haushalte, die eh zwei Autos haben (wegen vllt völlig unterschiedlicher Arbeitswege oder so), finde ich so ein e-Auto nicht verkehrt - vorausgesetzt man hat die Möglichkeit, am Haus die Stromzufuhr nachzurüsten. Große Strecken wie Urlaube oder sperrige Einkäufe kann man ja prima mit dem großen Auto machen…

Hab auch zwei Kolleginnen, für die das so durchaus beim nächsten Auto in Frage kommt. Eine hat sich letztens sogar schon den Stromanschluss legen lassen, weil sie im Garten umgebaut haben. Herstellung der Akkus hin oder her… Grundsätzlich finde ich die Dinger nämlich auch nicht so verkehrt. Es ist ein Weg in die richtige Richtung.

Nachteil: Gerade in der Großstadt, wo für bestimmt viele Leute mit kürzeren Wegen ein e-Auto ne Option wäre, ist halt das Problem mit den Ladesäulen. Es gibt welche, aber nicht viele und… Ganz ehrlich: Ich vertraue den vielen rumlaufenden Idioten nicht, dass das nicht zum Vandalismus verleitet.

Und die Möglichkeit sich eigene Ladestationen ans Haus zu bauen haben die vielen Mieter in Großstädten aber auch überall sonst ja auch nicht