Wieso lest ihr einen Thriller?

Klar, ich setze mich da nicht unter zeitlichen Druck, vermutlich wird es einige Jahre dauern, bis ich fertig bin. Ich strebe es nicht an, Schriftstellerin zu werden oder sonst irgendetwas in diese Richtung. Es macht mir einfach Spaß und ist eins von meinen Hobbys.
Dennoch habe ich grundsätzlich zumindest in diesem Schuljahr nur in den Ferien genügend Zeit, um mich dem gedanklich ganz hingeben zu können. Deshalb liegt meine erste Schreibphase in den Osterferien.
Wie weit ich komme, sehe ich ja dann. Aber wie ich mich kenne, sobald ich im Schreibfluss bin, ist das Ende nicht mehr weit.

Außerdem habe ich bereits seit 3 Monaten an der Storyline gearbeitet.

Bin ein absoluter Fan dieser Genre !! Ja…Warum ?? Ich liebe diese Spannung und Nervenkitzel beim lesen. Dieses Ungewisse ,ob es gut oder schlecht endet . Bei den richtig guten Thrillern , kommt es auch schon vor, das ich mich richtig fürchte und tagelang dran denken muss . Das macht aber ein guter Thriller aus !

Lass dir nichts einreden. Mach dein Ding so, wie du denkst, dass es geschrieben werden soll. Es ist egal, was andere glauben, wie ein Buch geschrieben werden soll, wichtig ist, dass es sich für dich richtig anfühlt. Und wenn du es innerhalb eines Monats fertigstellen kannst, heißt das noch lange nicht, dass es schlecht ist. Hör niemals auf Leute, die dir einreden wollen, dass irgendwas SO nicht geht - zeig ihnen, dass sie sich irren.

Und lerne aus deinen Fehlern. Alles andere muss dich nicht interessieren.

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Tipps und Ratschläge anhören/lesen und überlegen, was einen selbst davon weiterbringen könnte, ist aber auch kein Fehler.

Manchmal macht es einem sowas dann sogar leichter, sein Ziel zu erreichen.

Schöne Worte sind nicht immer hilfreicher, nur weil sie schmeicheln.

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WTF? Hast du dann auf’s Schlafen, Arbeiten oder Schule verzichtet?

Is nich dein Ernst, oder?

Okay, das klingt jetzt schon ein bisschen Aggro. Soll es nicht! Ich habe mir jetzt nur gerade vorstellen müssen, wenn ich einen Thriller lese, wie der Autor das Ambiente aufbaut. Vielleicht düstere Gasse, Morast am Wegesrand, der Verkehr und Trubel, der an einem vorbei rauscht.
Dann dachte ich die Liebesgeschichte… zwei schmachtende, zirpende Wesen, auf grüner Wiese, die sich fünf Minuten später Geschirr hinter her werfen und anbrüllen.

Man achte auf die Details.
Und JA, ich bin kein Liebesromanleser und wenn dann brauchen die keine Details sondern Witz, damit ich sie auch lesen will. :smiley:

Also die Frage nicht all zu persönlich nehmen, war nur mein erster Gedanke als ich das gelesen hatte. :smiley:

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Habe nie Hausaufgaben gemacht und sofort nach der Schule gelesen, oft ohne Pause.
Damals war ich ja noch in der Grundschule bzw. 5. Klasse.

Also. So wie ich das kenne, haben Romane, speziell Liebesromane (und bis jz von mir unerwähnt: v.a. Fantasy-Bücher) viele Beschreibungen teilweise von einer halben bis über mehrere Seiten, die an sich einfach keine Relevanz haben, in keinerlei Form mit den Protagonisten verknüpft sind. (Wie bereits erwähnt: Solche in meinen Augen irrelevante, zusammenhanglose Dinge kann ich einfach nicht schreiben.)

In Thrillern kommt das nie, aber wirklich NIE vor. Falls doch, würde mich sehr interessieren, in welchem und ich werde es mir gerne in meiner Stadtbücherei ausleihen und überprüfen.

Meiner Meinung nach kann das in Thrillern gar nicht vorkommen, da das die Spannung, also die Quintessenz eines Thrillers, sowas von abtöten würde.

Klingt für mich nach Stephen King. :smiley:

Außer dem könnte ich dir jetzt allgemein gar kein Buch nennen wo mir sowas “negativ” aufgefallen wäre, egal aus welchem Genre. Vielleicht lese ich auch zu anspruchslose Bücher. ^^

Bei Fantasy mach so ein Schreiben sogar Sinn, weil es hilft sich die fremde Welt vorzustellen.

Mal eine andere Frage…du hast doch sicher schon ein paar Sätze (oder mehr) auf Papier gebracht oder? Wenn nicht probier es doch einfach. Wir sind bestimmt alle gespannt und würden dir auch unsere Meinung dazu sagen, wenn du das möchtest.

Alternativ mach einen Roman draus. :smiley: Da kannst du (so finde ich) beides irgendwie verbinden. “Höllenjazz von New Orleans” ist auch als Roman geführt, geht aber stark Richtung Krimi / Thriller. Also äh, ein Spannungsroman?! So ganz kenne ich mich mit den ganzen Fachbegriffen nicht aus, geschweige denn woran man was unterscheidet. Hauptsache es liest sich gut.

Von ihm habe ich ehrlich gesagt noch nichts gelesen. Sicher dass da die Beschreibungen nicht mit den Gefühlen der Protagonisten verbunden war?

Mir ist das erst vor kurzem negativ aufgefallen, als ich eine Leseprobe hier zu einem Buch gelesen habe, das ich ursprünglich rezensieren habe wollen. Es hieß “Das Zedernhaus” von Pauline Peters, wenn ich mich recht entsinne.

Ja, ich habe schon die ersten 3 Kapitel, als mir aufgefallen ist, dass diese viel zu kurz geworden sind und ich bei den Gesprächen weniger ins Detail gehen darf, dafür bei den Ortsbeschreibungen umso mehr.
Ich weiß nicht, ob ich das hier einfach so reinschicken sollte. Wenn, dann würde ich es höchstens privat an jemanden verschicken, falls jemand Interesse hat. Bis jetzt habe ich sowieso noch niemanden, der mir Tipps geben würde außer meinen Bruder und vielleicht noch eine Freundin. Aber nur vielleicht.

Geht nicht mehr, Storyline steht schon fest, das ist ein Thriller, daran ist nichts mehr zu rütteln. Ob Psychothriller oder nict, darüber lässt sich vermutlich noch streiten. Und mit einem recht großen Toutch Liebesdrama.

Ich habe mir tatsächlich überlegt, ob ich danach vielleicht besser ganz das Genre zu den Liebesromanen wechsle. Aber naja, das sehe ich ja dann. Noch steht alles in den Sternen. Und ich habe nicht sonderlich viel Sinn für Humor, zumindest nicht für solch einen, wie er in Liebesromanen zu finden ist. Deshalb…ja. Kleines Problemchen;)

Weißt du was? Du hast eine Idee, sogar eine Storyline, was - wie ich heimlich vermute - die meisten Autoren nicht besitzen, weil sie sonst nicht so viel Gedöns schreiben würden. Egal. Mach dir mal weniger Gedanken um das Genre. Schreib einfach. Mach das Teil fertig. Wenn es soweit ist, kannst du dir immer noch den Kopf über Genres zerbrechen, wobei das echt das Unwichtigste überhaupt ist. Bestimmt gibt es auch kein Regelbuch für Autoren, in denen steht, dass in Thrillern keine Gefühle gezeigt werden dürfen oder in Liebesgedöns alles über zwei Seiten breitgewälzt werden muss.
Wir hier im Wald haben ein Sprichwort, das lautet: Schei… dir nix, dann feit dir nix. (Das war noch die hochdeutsche Version. :D)

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Also, ich finde auch, schreib dein Buch, nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst und sieh zu, dass du es dir selbst recht machst.
Wenn du für dich zufrieden bist, leg es gern anderen vor und hol dir andere Meinungen ein, aber lass dir nicht schon am Anfang zu viel rein reden. Im schlimmsten Fall stoppt es deinen Schreibfluss und blockiert dich, oder es ist dann einfach nicht mehr dein Buch.
Sich Ratschläge anhören, darüber nachdenken und sehen, wie das zu dir und deinem Buch passt, ist aber auch nicht verkehrt. Solange du dein Ziel, dein Buch, deinen Plot, deinen Stil… nicht aus den Augen verlierst.

Was das kreative Schreiben angeht, ich hab Mal einen Tipp bekommen, mich jeden Tag hinzusetzen und 10 Minuten zu schreiben. Einfach irgendwas. Tagebuch, Brief, Kurzgeschichte, Gedicht… Was dir gerade einfällt, aber mindestens 10 Minuten am Tag und das ohne dabei am Ende etwas produktives, verwertbares zu erwarten. Du musst das auch niemanden zeigen. Nur um des Schreibens willen, es geht um den Prozess, nicht das Ergebnis. Das trainiert auf jeden Fall dass Schreiben. :slightly_smiling_face:

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@Archer und @Schmunzlmaus
Danke für eure Meinung dazu, ich glaube, ihr habt damit Recht. Bis jetzt hatte ja auch eigentlich alles geklappt, bis ich begonnen habe, mir Sorgen zu machen.

Ihr habt mir damit jetzt irgendwie Mut gemacht.

Das mit den “einfach Mal 10 Minuten am Tag schreiben” ist bestimmt eine gute Idee. Ich weiß, dass es v.a. wichtig ist, dass man Schreiben zu seiner Gewohnheit macht, auch wenn es nur wenige Minuten am Tag sind, es muss zur Gewohnheit werden.
Da wird mir diese Übung sicherlich dabei helfen, dran zu bleiben.

Danke euch allen:slight_smile:

Ich versuche mal einen anderen Ansatz: Ich lese ein Buch gern, wenn ich das Gefühl habe, der Autor brennt selbst für das Thema. Wenn er/sie es vor dem inneren Auge sieht und gut beschreibt, dann sehe ich es auch.
Außerdem bin ich ein klassischer “Mitrater”, ich möchte nicht von Anfang an wissen, wer böse und wer gut ist. Oder ob es eine übernatürliche Erklärung gibt oder es nur ein abgekartertes Spiel war. Deshalb lese ich gern Krimis. Noch spannender wird es oft, wenn die Tätersicht dazu kommt. Und dann ist es ja oft ein Thriller.

Was ich aber ehrlich sagen muss: Ich muss mich mit einer Figur identifizieren können. Das ist natürlich sehr individuell, aber als Autor muss man einfach von seinen Figuren überzeugt sein und sie wirklich gut kennen.

Der Meinung bin ich auch!
Du schränkst dich ja selbst total ein, wenn du deinem Buch von vornerein einen Stempel aufdrückst. Wenn die Storyline steht, ist das doch die beste Voraussetzung. Schreib einfach dein Buch und wenn es fertig ist, ergibt sich das Genre vielleicht ganz von selbst.

Du findest eben fast immer die richtigen Worte!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. :smiley:

Das ist eigentlich einer der wichtigsten Punkte. Gelingt es dem Autor nicht, dass der Leser sich mit zumindest einem der Hauptprotagonisten indentifizieren kann, so wird dieser das Buch recht schnell beiseite legen. Ich meine: Wieso sollte man mitfiebern, wenn man sich gar nicht mit der Person indentifizieren kann? Das Problem dabei ist, das Buch kann dann noch so spannend aufgebaut sein, was der Protagonist erlebt juckt einen dann einfach nicht.
Beim Indentifizierungsprozess sind gewöhnlich die erten Kaitel von primärer Wichtigkeit. Hat man sich erst mal indentifiziert, kann der Autor beginnen, die Handlung ins Rollen zu bringen.

Ich glaube, das, was du hier wieder beschreibst, ist die tiefergehendere Begründung der Ursache für Spannung. Weiß man von Anfang an, “was abgeht”, so gibt es für einen einfach keinen Grund mehr, weiterzulesen - die Spannung ist futsch.
Also anders gesagt: Du hast einige Aspekte erkannt, woran es liegt, ob ein Buch spannend geschrieben ist oder nicht. Für dich ist die Spannung bzw. das Mitfiebern von primärer Wichtigkeit.

Das ist aber kein Dogma. Es gibt Bücher, da weiß man von vornherein, wer der Täter ist, aber das muss nicht unspannend sein. Wie sieht’s denn mit den klassischen Katz- und Mausspielen aus, wo Täter und Opfer meist schon feststehen, aber es darum geht, wie der Täter bzw. sein beabsichtigtes Opfer agieren?

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Solch ein Buch habe ich noch nie gelesen…:0
Könntest du mir vielleicht ein Buch empfehlen, in dem das so ist?
Aber du hast Recht, da hat man dann ja auch eine Art der Spannung. Man weiß zwar, wer, aber nicht, wie.
Möglicherweise habe ich sowas tatsächlich schon mal gelesen, es ist mir nur nie aufgefallen.

Da fällt mir spontan “Die Sünderin” von Petra Hammesfahr ein (gibt es mittlerweile auch als Serie bei Netflix mit Jessica Biel). Hier wird der Mord ganz zu Anfang begangen - von einer jungen Frau. Es gibt zig Zeugen. Spannend ist der Krimi trotzdem. Hier steht nicht die Frage im Vordergrund, wer der Täter ist, sondern warum er getötet hat.

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Ethan Cross, die “Ich bin…”-Reihe.
Der Gute und der Böse stehen schon zu Anfang des ersten Bandes fest und trotzdem ist es eine spannende Reihe.

Aber es gibt sicher eine Menge solcher Bücher, auch wenn mir gerade nix anderes einfällt.

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@MarenKahl
@Schmunzlmaus

okay, danke:)